Wachsende Fahrgastzahlen erfordern Ausbau der Linienverkehrsmittel

Die Fahrgastzahlen in München steigen und steigen. Beim Bus um 3,2 Prozent bei der U-Bahn um 2 Prozent und bei der Trambahn um 0,8 Prozent. Beim MVV insgesamt sind es 1,84 Prozent. Gleichzeitig steigen auch die MVV-Einnahmen um knappe 6 Prozent. Was aber sehen die Planungen der Münchner Verkehrsgesellschaft für das kommend Jahr vor? Es gibt drei Pakete über die der Stadtrat am 20. Juli 2016 beschließen soll. Paket A mit dem Namen „dringend erforderlich“ sieht eine Steigerung um 0,68 Prozent vor. Paket B „erforderlich“ 1,58 Prozent, Paket C „bedarfsgerecht“ immerhin 2,02 Prozent. Man muß weder Verkehrswissenschaftler noch Mathematiker sein, um ein Ungleichgewicht festzustellen.

„Wir wollen ein angemessenes Wachstum bei allen MVV-Verkehrsmitteln und Investitionen in die derzeitige Infrastruktur“, fordert Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. „Nicht Wunschträume einer U-Bahn nach Germering sind gefragt, sondern funktionierende Weichen, Signale und Schrankenanlagen. Und baufällige U-Bahnstationen stehen auch nicht auf der Wunschliste der Fahrgäste.“

Aus den Zahlen kann man auch ersehen, welche Folgen die neuerdings in Mode gekommene Vollsperrung bei Gleisarbeiten bei der Trambahn hat. Im Berichtszeitraum war „nur“ die Kreuzung am Ostfriedhof nicht befahrbar. In diesem Jahr sind es die Hauptgleise am Stachus. Die Folgen kann man sich ausmalen.

Wir fordern die Wiedereinführung des 10-Minutentaktes während der gesamten Betriebszeit der U-Bahn, Taktverdichtungen um die Fehler der Vergangenheit auszubügeln und eine Verdichtung der Trambahnlinie 17 zur Schwanseestraße. Die Trambahnneubaustrecke nach Zamdorf (S-Bahnhof Berg am Laim) muß mit einer Innenstadtlinie, beispielsweise der Trambahnlinie 20, befahren werden. Gleichzeitig müssen die Tangenten gestärkt werden.

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